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Habemus Papam

FRANCISCUS
13. März 2013

Lumen Fidei - Neue Enzyklika

        ÜBER DEN GLAUBEN


Treffen Sie Papst Franziskus!




Von Papst Franziskus
Begegnung mit den kirchlichen Bewegungen

Wie Bettler des Glaubens

Der Papst hat für den 18. Mai alle Bewegungen und neuen Gemeinschaften zu einer großen Geste der Andacht zusammengerufen, um vom Geist Christi die Gabe seiner Gegenwart zu erflehen, die unsere unbegrenzte Sehnsucht stillt.

Wir sind eine Bewegung und wollen Teil dieser Kirche sein, die von Papst Franziskus zusammengerufen worden ist. Was bedeutet dieser Ruf für einen jeden von uns?

Er ist eine wunderschöne und kostbare Gelegenheit, um erneut zu sagen, dass der Papst für uns wichtig ist, da er der Orientierungspunkt in der Geschichte ist, den uns Christus gegeben hat, über den das Böse und das Chaos nicht siegen werden.

Deshalb gehen wir als Bittsteller zu ihm, um im Glauben gestützt und bestätigt zu werden.

Damit diese Pilgerfahrt nicht nur eine formelle oder schlichtweg »fromme« und »ergebene« Geste wird, müssen wir ihre existentiellen Implikationen verstehen.

Wir sehen, dass rings um uns das Chaos herrscht, und fragen uns: Warum gewinnt das Chaos nicht auch in uns die Oberhand? Der Grund hierfür hat nichts mit der Tatsache zu tun, dass wir etwa besser oder intelligenter oder kohärenter sind als die anderen; nicht das ist der Grund dafür, dass wir nicht durcheinander sind, sondern dass wir uns ständig mit der nicht zu schmälernden Tatsache konfrontiert sehen, die uns unentwegt von der allgemein herrschenden Orientierungslosigkeit frei macht.

Wir gehen im Jahr des Glaubens zum Papst,
und eben dieser Umstand sagt uns, was das Unterscheidungsmerkmal des katholischen Glaubens ist: die Existenz eines festen, objektiven Punktes in der Geschichte, der nicht ein Produkt unserer Einbildungskraft ist, sondern ein ganz wirklicher Punkt, der uns vor dem Reigen der Interpretationen und folglich auch dem Chaos rettet.

Nach Rom zu gehen ist für einen jeden von uns eine Gelegenheit, die Tragweite dieser nicht zu schmälernden Tatsache und auch unsere Bindung an Papst Franziskus aufs Neue wiederzuentdecken.
Wir können diese Geste entweder ganz formalistisch erleben, und in dem Fall beginnt in uns die Dürre, die Wüste; oder aber wir erleben sie als etwas ganz Reelles, ausgehend von dieser nicht wegdiskutier-
baren Gegenwart, und in dem Fall beginnt das Interesse, die Neugier, die Überraschung den Sieg davon zu tragen:
das allein macht den Unterschied aus.

Der Papst drängt uns unentwegt,
den Glauben als ein Zeugnis zu leben:

»Man kann das Evangelium Jesu nicht ohne das konkrete Lebenszeugnis verkünden.«

Aber er warnt uns, dass das nur dann möglich ist, »wenn wir Jesus Christus erkennen, denn er ist es, der uns gerufen hat, seinen Weg zu gehen, der uns erwählt hat.

Zu verkünden und zu bezeugen ist nur möglich, wenn wir ihm nahe sind, genauso wie Petrus, Johannes und die anderen Jünger«
(Predigt in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern, 14. April 2013).
 
18. Mai 2013


Julian Carrón
L’Osservatore Romano

 
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