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Wesen des Christentums

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Papst Benedikt XVI.



Das Wesen
des Christentums
ist die Barmherzigkeit

ROM, 20. Mai 2008 (ZENIT.org).- Die neunte Apostolische Reise von Papst Benedikt XVI. innerhalb Italiens am 17. und 18. Mai nahm mit der Eucharistiefeier in Savona ihren Anfang. 30.0000 Gläubige hatten gemeinsam mit 40 Bischöfen und 600 Priestern unter strömendem Regen an der heiligen Messe teilgenommen.

Der Papst kommentierte in seiner Predigt die Lesung zum Dreifaltigkeitssonntag aus dem Buch Exodus, in der Gott seinen Namen vor Moses offenbart –
„Der Herr [ist] ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue“ –, und wies darauf hin, dass es sich hierbei um menschliche Worte handle, die vom Heiligen Geist inspiriert seien. In ihnen komme eine Wahrheit zum Ausdruck, die heute, gestern und morgen wahr sei; eine Wahrheit, durch die die Augen des Geistes das Antlitz des Unsichtbaren sehen könnten.

Das ganze Wesen des Christentums könne, so der Papst, im Wort „Barmherzigkeit zusammengefasst werden, die das Wesen Gottes ausmache. Gott sei Einheit, insofern er alles und nur Liebe sei. Gerade die Liebe aber sei Öffnung, Annahme und Dialog. Gott habe alles für das Dasein geschaffen, und sein Wille sei immer und einzig Leben.

Im Verlauf der Kirchengeschichte habe die Jungfrau Maria immer wieder von Neuem ihre Kinder dazu eingeladen, zu Gott zurückzukehren und sich ihm anzuvertrauen. Deshalb sei seine Reise nach Savona in erster Linie eine marianische Pilgerreise zu den Quellen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, betonte der Heilige Vater.

In Gedenken an seinen Vorgänger Papst Pius VII., der von Napoleon Bonaparte gefangen gehalten
worden war, erklärte Benedikt XVI., dass jene Zeit auch für unsere Tage eine Lehre beinhalte. Sie lehre uns den Mut, mit dem den Herausforderungen der Welt zu begegnen ist – „dem Materialismus, dem Relativismus, dem Laizismus, ohne jemals Kompromisse einzugehen“.

Die Erscheinung der Mutter Gottes in Savona und die tragischen Ereignisse um Papst Pius VII. würden dazu beitragen, den Generationen unserer Zeit eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung zu übermitteln; und sie veranlassten die Menschen dazu, auf die Wirkung der Sakramente zu vertrauen.

Unter diesen Heilsmitteln erwähnte der Papst besonders das persönliche, familiäre und gemeinschaftliche Gebet. Der Heilige Vater rief zudem dazu auf, den Sonntag in seiner christlichen Wurzel wiederzuentdecken. Auch das Bußsakrament gehöre zu den grundlegenden Mitteln des geistlichen Wachstums.

Weitere unverzichtbare Mittel, um ein immer tieferes christliches Leben zu führen, seien die Werke der Nächstenliebe. „In der modernen Welt, die oft aus der Schönheit und der körperlichen Leistungsfähigkeit ein Ideal macht, das unter allen Umständen angestrebt werden sollte, sind wir als Christen dazu aufgerufen, das Zeugnis in Jesus Christus zu finden, dem Schönsten aller Menschen, wie auch in den leidenden und ausgeschlossenen Menschen.“

Der Papst richtete anschließend einen besonderen Gruß an die Insassen des Gefängnisses von Savona und die Kranken in den Kranken- und Pflegehäusern dieser Stadt. Die Priester bat er, immer mehr an die Wirksamkeit des täglichen priesterlichen Dienstes zu glauben. Zum Schluss wandte sich Benedikt XVI. an die Jugendlichen. Er forderte sie auf, ihre Jugend in den Dienst Gottes und der Brüder zu stellen und zu mutigen Entscheidungen bereit zu sein.


 
 
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